KONKURRENZ DURCH FED
Der FED soll ab 2009 dem LCD und Plasma-TV Konkurrenz machen
Die Forschungslabore der großen Unterhaltungskonzerne lassen sich immer was Neues einfallen. Zuerst war es der CRT, dann das LCD und der Plasma-TV, anschließend der DLP und LCoS und danach die OLED, und nun scheint es als käme auch endlich der FED. FED steht für "Field Emission Display" und ist eine Technologie, ähnlich zu herkömmlichen Röhrenmonitoren. In beiden Fällen werden die Bildpunkte mittels eines Elektronenstrahls, der eine Phosphorschicht anregt, zum Leuchten gepracht und so das Bild dargestellt. Der Unterschied liegt darin, dass bei Röhrenmonitoren ein Elektronenstrahl über die so genannte Kathode thermisch erzeugt wird und dieser durch einen Ablenkmechanismus auf jedes einzelne Pixel triff. Beim FED hingegen steht für jedes Pixel ein eigener Elektronen-Emitter zur Verfügung. Mit Hilfe winziger Nanoröhrchen aus Kohlenstoff werden Elektronen kalt erzeugt und über ein elektrisches Feld hin zum Phosphorpunkt beschleunigt.
Bereits letztes Jahr hat die Firma Field Emission Technologies Inc. eine Spinoff der FED Research Group von Sony erste Modelle, welche im Jahr 2009 erscheinen sollen, präsentiert. Dann sollen die Geräte eine Bilddiagonale von 30 Zoll erreichen und Full HDTV unterstützen.
Die FED-Technologie sorgt für Bildwiederholungsraten von 240 Bildern/sec, also gut doppelt so schnell wie aktuelle Sony-LCD's der Bravia-Serie. Darüber hinaus sind die Geräte super flach und deutlich sparsamer im Betrieb als vergleichbare LCD's. Mit Kontrastraten von 20.000:1 übertreffen diese nicht nur LCD's sondern sogar die Plasma-TVs. Der Blickwinkel ist so groß, dass bei einem Ausfall von 20% der Emitter die toten Pixel nicht erkennbar sind.
Laut Norihito Nishimoto, dem Sprecher der Firma Field Emission Technologies Inc., sollen sich die Geräte an professionelle Zielgruppen richten. Die Preise sind noch nicht bekannt, dürften sich anfänglich eher am oberen Ende der Preisskala wieder finden, um sich dann dem Preisniveau der LCDs anzugleichen. Das Problem der FED-Technologie ist derzeit allerdings, dass es noch keine Produktionslinie gibt und somit nicht bekannt ist ob das Unternehmen selber eine teure Produktionsstraße auf die Beine stellen wird.
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